Unwahrheiten der Medizin


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Entsteht Übergewicht durch ein Zuviel an Kalorien?

EXTRAS

Kurzes Konzept zum Thema "Schlank ohne zu hungern"!


Warum Diäten krank machen

Fast täglich geistert durch die Medienlandschaft eine neue Patentlösung, mit der das Problem des Übergewichts scheinbar gelöst werden kann. Komisch nur, dass die Zahl der übergewichtigen Menschen immer mehr zunimmt. Eigentlich müsste doch das Gegenteil der Fall sein. Da dies aber nicht so ist und auch die Zahl der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten weiter steigt, liegt es nahe, dass mit den üblichen Ernährungsvorschlägen etwas nicht stimmt. So unglaublich es fürs erste erscheinen mag, nicht das Zuvielessen erzeugt Übergewicht, sondern der Mangel an bestimmten Nährstoffen.
Durch die industrielle Bearbeitung der Lebensmittel werden diese ihrer natürlichen Vitalstoffe beraubt und verursachen bei dauerhaftem Konsum Krankheiten. Der Irrglaube, man muss mehr Kalorien verbrauchen, als man sich durch die Nahrung zuführt und schon nimmt man ab, ist leider immer noch zu stark in unseren Köpfen verankert. Die Kalorienrechnerei ist genauso falsch, wie eine einseitige Nahrungseinschränkung, beide Varianten führen über lange Zeit zu nicht wiedergutzumachende Schäden. Vor lauter Diät - Wahn kann es schon manchmal schwierig werden, den Durchblick zu behalten.
Darum ist das folgende Prinzip der vitalstoffreichen Vollwertkost auch keine Diät, sondern eine Ernährungsweise, wie sie jahrtausendelang von vielen unterschiedlichen Völkergruppen praktiziert wurde, als es noch keine Ernährungsindustrie gab.




Theoretische Einführung

1. Die richtige Einschätzung des Körpertyps
Schon der berühmteste Arzt des Altertums, Hippokrates von Kos teilte die Menschen in verschiedene Körpertypen ein. Der deutsche Psychiater Ernst Kretschmer stellte in den 1920er Jahren eine Einteilung der Körpertypen auf. Demnach gibt es den schlankwüchsigen Leptosomen mit Hang zum Astheniker, den mittelgrossen, breitwüchsigen Pykniker und den Athletiker, der von muskulöser und kräftiger Gestalt ist. Diese Konstitutionstypen müssen richtig eingeschätzt werden, ansonsten kommt es zu fehlerhaften Betrachtungsweisen. So darf der von Natur aus rundliche Pykniker niemals erwarten, so schlank und rank wie ein Astheniker auszusehen. Gleichzeitig ist es wichtig, normales Dicksein von krankhaftem Dicksein zu unterscheiden.

2. Einfluss der Medien auf das Körperbild
Durch das Multimedia-Zeitalter sind Schönheitsideale rund um die Uhr für die meisten Menschen in unseren Breitengraden zugänglich. Der Körper ist zum Kultobjekt des modernen Menschen geworden und viele machen ihr Selbstwertgefühl von ihm abhängig. Die Schönheitsikonen aus Film und Fernsehen werden als Vorbilder heroisiert und die Medien schlagen in Sendungen wie „I want a famous face“, „The Swan“ oder „Germanys next Top Model“ ihr Kapital daraus. In der Mitte der 1990er Jahre herrschte in der Modeszene der Trend zu magersüchtigen Models, so wog das Model Jodie Kidd bei einer Körpergrösse von 184 cm nur noch 49 Kilo.
Gerade weil Medien so perfekt Wirklichkeit vorgaukeln, beeinflussen sie unsere Alltagswelt. Beeinflussen heisst dabei nicht, das wir unkritisch das kopieren, was wir sehen. Aber wenn wir uns verändern wollen, tun wir es im Hinblick darauf, was gerade modern ist. Und was modern ist, erfahren wir aus den Medien.“ (Posch 1999, S 101)

3. Ist Schlanksein gleich gesund und Dicksein gleich ungesund?
Ja und Nein. Übergewichtige Personen sterben früher. Ausserdem gibt es eine Parallele zwischen der ständigen Zunahme von dicken Menschen und der Zunahme von den anderen ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Übergewichtigkeit ist eine echte und ernstzunehmende Krankheit, die sehr gut äusserlich sichtbar ist. Schlanke Menschen können sich aber genauso gut auf dem Weg in die Krankheit befinden (oder sind es schon), wie dicke. Bestes Beispiel sind Sportler, die genauso an Gebissverfall leiden und im Alter von Wirbelsäulenveränderungen, Gelenkschäden und Herzinfarkten heimgesucht werden, wie die übrige Bevölkerung.

4. Die Ursache der Fettsucht: Vitalstoffmangel
Die heute typische Zivilisationskost ist arm an Vitalstoffen und dieser Vitalstoffmangel ist die Ursache aller ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Durch den Einfluss der Technik in die Lebensmittelindustrie, hat sich der Anteil von natürlichen Lebensmitteln verringert und gleichzeitig der Anteil von erhitzten, konservierten und präparierten Nahrungsmitteln erhöht. Diese Fabriknahrungsmittel besitzen kaum noch Vitalstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, ungesättigte Fettsäuren, Aromastoffe und Faserstoffe). Die grösste Rolle als Krankheitsverursacher unter den Fabriknahrungsmittel nehmen die raffinierten Kohlenhydrate in Form aller Fabrikzuckerarten und Auszugsmehle ein. Da sie den Hauptanteil der Zivilisationskost darstellen, sind sie auch die Hauptursache der Stoffwechselstörung Fettsucht.

5. Warum Diäten krank machen
Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine neue Diät von den Medien beworben wird. Schaut man sich die grosse Zahl der im Laufe der letzten Jahrzehnte empfohlenen Diäten an, muss man zum Entschluss kommen, dass mit der alltäglichen bürgerlichen Kost etwas nicht stimmt. Gleichzeitig kann mit den Diäten etwas nicht stimmen, weil sie sich nicht für eine Dauerernährung eignen. Sie sind von Verboten gekennzeichnet, stellen einseitige Kostformen dar und bei langzeitiger Durchführung treten bei den meisten Diäten gesundheitlich Probleme auf. Demnach kann es nur eine richtige Ernährung geben, die für unterschiedliche Völkergruppen ebenso geeignet ist, wie für gesunde, kranke, junge und alte Menschen. Strenggenommen wäre dies eine Nahrung, wie die Schöpfung sie uns in der freien Natur vorgibt. Theoretisch wäre somit die reine Frischkost die optimalste Ernährungsform. Da diese Idealforderung als dauerhafte Ernährungsweise für alle Menschen aber aufgrund sozialer, wirtschaftlicher und psychologischer Faktoren nur teilweise möglich ist, bildet die vitalstoffreiche Vollwertkost eine optimale Alternative.

6. Das Lebensproblem hinter dem Essproblem
Viele dickleibige Menschen, die sich durch das Essen eine Ersatzbefriedigung schaffen, sind esssüchtig. Diese Esssucht ist eine lebensbedingte Erkrankung, welche durch eine psychotherapeutische Behandlung ergründet werden sollte. Auch andere Erkrankungen, die unmittelbar mit dem Essen zu tun haben, wie Bulimie oder Magersucht, bedürfen psychotherapeutischer Hilfe.



Praktische Durchführung der Ernährungsbehandlung

1. Einteilung der Nahrung in Lebens- und Nahrungsmittel
Professor Doktor Werner Kollath stellte in seinem 1939 erstmals erschienendem Werk „Die Ordnung unserer Nahrung“ (S. 34/35) ein System auf, wonach man die biologische Wertigkeit der Nahrung erkennen kann. In der sogenannten Kollath-Tabelle teilte er die Nahrung in Lebensmittel und Nahrungsmittel ein. Demzufolge sind Lebensmittel lebendig, die noch ganz naturbelassen oder nur mechanisch oder fermentativ verändert worden sind. Nahrungsmittel hingegen sind durch Erhitzung, Konservierung und Präparierung in ihrem Wert gemindert worden und reichen zur Erhaltung der Gesundheit nicht aus. Sie sind denaturiert, enthalten im Gegensatz zu den Lebensmitteln keine Eigenenzyme mehr und eigene Stoffwechselvorgänge sind in ihnen auch nicht mehr möglich.

2. Das Prinzip der vitalstoffreichen Vollwertkost
Eines vorweg, um sein Idealgewicht dauerhaft zu halten bedarf es keiner Nahrungseinschränkung, sondern dem Genuss vollwertiger Lebensmittel. Auch der Irrglaube, Fett mache fett muss ausgeräumt werden. Hat man dies begriffen und den Wert der Nahrung auf die Gesundheit verstanden, so ist die praktische Durchführung relativ leicht.

Diese Dinge sollten Sie täglich essen:

1.Vollkornbrote
2. ein Frischkorngericht (Rezeptvorschläge von Ilse Gutjahr im Buch „Idealgewicht ohne Hungerkur“ auf S. 82 – 86)
3. naturbelassene Fette (Butter, native Öle, Nüsse usw.)
4. Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Salaten; sie soll mindestens ein Drittel der Gesamtkost ausmachen

Diese Dinge müssen Sie streng meiden:
1. alle Fabrikzuckerarten, wie den gewöhnlichen weissen oder braunen Haushaltszucker, alle Sirups und Dicksäfte, Vollrohrzucker, Milchzucker usw.)
2. alle Produkte aus Auszugsmehl, wie Schwarz- Grau- oder Weissbrot, Kuchen, Brötchen, Teigwaren, Gebäck und Zwieback
3. die raffinierten Fette (Margarinen, gewöhnliche Öle)
4. alle Säfte aus Obst und Gemüse, egal ob gekauft oder selbst hergestellt

Schränken Sie möglichst weitgehend ein:
5. alle Nahrungsmittel, die durch Hitze, Konservierung und Präparierung um ihre biologische Wertigkeit gemindert wurden wie z. B. ultrahocherhitzte und homogenisierte Milch
Alle Nahrungsmittel, die nicht besonders erwähnt wurden, sind erlaubt. Seien Sie aber sparsam beim Konsum von Honig.
Zum Trinken eignen sich Kräutertees und Wasser, aber nur dann Trinken, wenn man auch durstig ist, weil man durch die Frischkost schon viel Flüssigkeit zu sich nimmt.
Mit konsequenter aber nicht fanatischer Durchführung dieser vitalstoffreichen Vollwertkost, bilden Sie den Grundstein für die ideale Figur, welche ihrer Veranlagung entspricht. Ausserdem schützen Sie durch die biologische Verjüngung vor den sogenannten Alters- und Verschleisskrankheiten.

3. Der besondere Wert der Frischkost
Der Vorteil der rohen Nahrung liegt nicht nur an ihrem Reichtum an biologischen Wirkstoffen und deren geordnetem Verhältnis zueinander, sondern auch an ihrer besseren Eiweissqualität. Schon Maximilian Bircher – Benner erkannte noch vor Entdeckung der Vitamine die besonderen Eigenschaften der Frischkost und erzielte damit erstaunliche Heilerfolge.
Eine ganz andere bedeutende Eigenschaft der Rohkost liegt darin, dass sie keine Verdauungsleukozytose erzeugt. Damit ist eine Vermehrung der weissen Blutkörperchen im Blut gemeint, die ja bekanntlich als „Abwehrpolizei“ im Körper fungieren. Erst im Jahre 1929 entdeckte P. Kouchakoff, dass die Verdauungsleukozytose ausblieb, wenn die Nahrungsaufnahme aus einer pflanzlichen Rohkost bestand oder von solcher eingeleitet wurde. Ausserdem stellte man fest, wie sauerstoffzehrende Enzyme der Rohkost bis in den Dickdarm gelangten und dort für einen sauerstofffreien Darminhalt sorgen. Dieser ist entscheidend für die Entstehung und Erhaltung einer gesunden Darmflora.


4. Praktische Tipps für die Durchführung

1. Bei bereits bestehender Fettsucht gilt: täglich nur drei Mahlzeiten, an denen Sie sich satt essen, aber absolut keine Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen. Wird zwischen den Mahlzeiten auch nur eine Kleinigkeit gegessen, kann die Gewichtsabnahme ausbleiben, weil der Organismus so nicht gezwungen ist, die eigenen Fettdepots anzugreifen.
2. Jede Mahlzeit wird mit Frischkost begonnen. Erstens bleibt dadurch die Verdauungsleukozytose aus, zweitens decken Sie damit den Bedarf an Mineralstoffen und wasserlöslichen Vitaminen und drittens erreichen Sie damit ein schnelleres Sättigungsgefühl.
3. Treiben Sie Sport und/oder geben Sie Ihrem Körper täglich ausreichend Bewegung. Zwar werden durch Sport die Stoffwechselstörungen nicht beseitigt, aber zusätzlich kann dadurch das überschüssige Fett wegbewegt werden. Ausdauersportarten wie schnelles Gehen, Laufen, Radfahren, Inline-Skating, Nordic Walking und Schwimmen sind wegen ihres erhöhenden Sauerstoffumsatzes am besten geeignet.



Quellen:

www.gigi-online.de/kretschmer
Idealgewicht ohne Hungerkur von Dr. med. M.O. Bruker S.20, S.16, S.23, S.37, S.72/73, S.50, S.69
Körpercodes: Die vielen Gesichter der Weiblichkeit in der Werbung von Nicole M. Wilk S.51
http://opus.kobv.de
Herzinfarkt von Dr. med. M.O. Bruker S.96/97
Wer Diät isst wird krank von Dr. med. M.O. Bruker und Ilse Gutjahr S.9, S.52, S.10/11
Ärztlicher Rat aus ganzheitlicher Sicht von Dr. M.O. Bruker S.125
Unsere Nahrung unser Schicksal von Dr. med. M.O. Bruker S.134-138, S.324-332,
Geheimarchiv der Ernährungslehre von Dr. Ralph Bircher S. 63-65


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